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Mission ISS

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1 - 4 Spieler
90+
12+
Autor:
Michael Luu
Illustrator:
Claus Stephan
Martin Hoffmann
Verlag:
Schmidt Spiele
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Spielmaterial:
5/5
Spaßfaktor:
5/5
Wiederspielwert:
5/5
Preis/Leistung:
5/5

Houston wir haben ein Problem!….Na diesen Satz solltet ihr bei Mission ISS am besten nicht all zu oft hören, denn hier gilt mit möglichst kleinem Aufwand, aufkommende Situationen kooperativ zu meistern.
Das Spiel versetzt uns ins Jahr 1998 zum Beginn es Baus der Raumstation ISS, wir haben Zeit bis die Jahresanzeige auf 2011 steht um den Bau zu vollenden. Haben wir dies nicht geschafft haben endet das Spiel. Wir haben außerdem an gewissen Punkten auf der Zeitleiste Zwischenziele die wir erreichen müssen, 2005 müssen wir 6 Module fertiggestellt haben und 2008 sollen es dann bitte 9 sein. Naja jetzt könnte man denken ach 7 Jahre zeit bis zum ersten Zwischenziel „easy“, aber hier hat der Autor sich gedacht wie kann ich die Spieler noch etwas mehr unter Druck setzen?! Genau wenn ein Spieler seine Schicht beendet dann bewegt sich der Zeitmarker(Satellit) ein Feld weiter auf seiner Leiste, sollten 2 Spieler ihre Schicht in einer Runde beenden dann zieht der Marker gleich 2 Felder weiter und da es nur 12 Felder gibt könnt ihr euch ausrechnen, dass es schnell eng werden kann.
Aber was passiert denn eigentlich während einer Runde?
Zu beginn des Spiels haben wir 3 Astronauten, jeder verfügt über 3 Werte Bauen, Forschen und Bewegen die jeweils 2-1-1 verteilt sind, also z.B 2 Bauen, 1 Forschen und 1 Bewegen.
Die anderen haben am Anfang einen der anderen Werte auf Stufe 2 und dafür z.B. Bauen auf 1.

Alle Astronauten beginnen gemeinsam in Modul A und müssen nun versuchen die angrenzenden Module fertigzustellen. Dabei ist wichtig im richtigen Moment die passenden Kommandos auszuspielen.
Aber was stehen uns denn für Kommandokarten zur Verfügung?!
Im Grunde gibt es 4 Arten von Karten im Spiel, Bewegen, Forschen, Bauen und Trainieren.
Wenn wir zu 4 spielen erhält jeder 5 Karten die wir offen in unsere Auslage legen. Nun kommt wieder ein kleiner Kniff, wir müssen immer 2 Kommandos geben wenn wir an der Reihe sind wichtig ist wir spielen immer eine Karte aus unserer Auslage und eine aus einer der Mitspieler.
Haben wir keine Karten mehr in unserer Auslage können wir müssen wir unsere Schicht für beendet erklären und legen unseren Ablagestapel wieder in unsere Auslage. Wir erinnern uns beenden wir unsere Schicht bewegt sich der Satellit immer ein Feld auf der Zeitleiste.
Hier gilt auch wieder Kommunikation ist alles und nur so kommt ihr zum Ziel.
Haben wir ein Modul fertiggestellt legen wir ein Forschungsplättchen da drauf und ziehen 2 Karten vom Vorfalls-Stapel.
Das Forschungsplättchen kann uns unter Umständen eine Bonusaktion geben während die beiden Vorfallskarten uns den Bau erschweren indem Sie von uns verlangen zusätzliche Baupunkte zu haben um ein weiteres Modul anzubauen. Allerdings können sie uns auch auffordern weitere Forschungsplättchen auf ein vorhandenes Modul zu legen. Naja jetzt denkt der eine oder andere ja und gibt uns doch nur die Möglichkeit weitere Boni zu bekommen, aber weit gefehlt denn auf jedes Forschungsplättchen wir ein würfel mit einer vorgegeben Augenzahl gelegt. Wir haben 4 Blaue würfel sind die aufgebraucht legen wir einen Roten da drauf, sollte dieser Umstand eintreten, erleiden wir einen sofortigen Baustop und dürfen erst wieder an Modulen weiterbauen wenn dieses Forschungsplättchen erledigt ist. Allerdings sind nicht alle Vorfallskarten schlecht manchmal hat man auch „Good Job“ Karten, welche überhaupt kein Hindernis auslösen, die Anzahl dieser kann im Deck variiert werden.
Was einen Clou dieses Spiels wirklich ausmacht ist, dass die Schwierigkeitsmarker für die einzelnen Module bei jedem Spiel zufällig verteilt werden. Der Schwierigkeitsmarker gibt den Gesamtwert im Skill Bauen an den man benötigt um ein Modul fertig zustellen. Das heisst jede Partie kann es anders kommen. Was ihr unbedingt wissen solltet ist, sollten mehrere Astronauten auf einem Feld stehen dürft ihr mit allen gleichzeitig an einem Modul bauen, also ihre Werte addieren.
An dieser Stelle möchte ich einmal kurz die 4 Kommandos erklären damit der Umfang dieser etwas deutlicher wird:

Bewegen:
Dieses Kommando ist schnell und einfach erklärt hiermit könnt ihr einen Astronaut in ein angrenzendes Feld ziehen oder bis zu so viele Felder wie es laut Wert ihm erlaubt ist.

Forschen:
Mit dem forschen Kommando können wir die Forschungsplättchen auf den Modulen abschließen um einmalige Bonusaktionen zu erhalten. Diese können wir jederzeit im Spiel verwenden um Situationen für uns zu ändern oder zu Verbessern. Als Beispiel nennen wir hier einmal den Reaktionstest „Wenn du das Kommando Trainieren gibst darfst du dir 2 statt 1 Trainingsmarker nehmen.“.

Bauen:
Wie schon erwähnt können wir mit diesem Kommando neue Module fertigstellen und nochmals erwähnt sollten mehrere Astronauten auf einem Feld stehen bauen alle gemeinsam an diesem
Modul. Sollte ein Baustop herrschen können wir natürlich nicht an einem Modul bauen, allerdings können wir uns einen Robonauten zur Hilfe holen der unsere Aktionen mit einem plus 1 in jedem Skill unterstützt.

Trainieren:
Wenn wir das Kommando geben nehmen wir uns einen Trainingsmarker in einer beliebigen Skill.
Wer allerdings jetzt denkt „hey dann kann ich ganz schnell meine Astronauten pushen“ tja auch hier hat der Autor gedacht … So nicht mein Freund. Denn erst wenn wir unsere Schicht beenden, können wir die Trainingspunkte verteilen.

Sollten wir aus irgendeinem Grund unsere Zwischenziele nicht erreichen endet das Spiel vorzeitig.
Ja ihr habt richtig gelesen es endet, nicht ihr habt verloren das wird nämlich in der Anleitung nicht einmal erwähnt. Anschließend könnt ihr im Regelheft überprüfen wie ihr euch geschlagen habt und erhaltet entweder tröstende Worte oder einen epischen Anerkennenden Satz.

Mission ISS wo soll ich anfangen?! Am besten bei dem wirklich super gestaltetem Material was thematisch sich perfekt durchs ganze Spiel zieht. Die Station sieht von oben aus wie ein 3D Model sehr cool gemacht. Auch die Forschungsplättchen bringen einem zum Schmunzeln wie z.B. „Pizza geht immer“ ein Astronaut der eine Pizza in der Schwerelosigkeit belegt einfach nur ein super Einfall.
Die Anleitung ist super geschrieben, ich habe sie das erste Mal gelesen und gedacht jetzt können wir loslegen, einfach erklärt und verständlich.
Egal ob man Mission ISS alleine spielt oder zu mehreren, das Spiel bringt jede Menge Spaß und bringt einen echt zum nachdenken.
Wir haben das Spiel sowohl als Erwachsene zu zweit gespielt als auch zu viert mit den Kindern und die Dynamik ändert sich sehr sobald die Spielerzahl steigt.
Für uns ein wirklich Super spiel und vor allem mit einem Thema das mal nicht so verbraucht ist.
Man merkt das wahrscheinlich hier besonderen Wert auf Minimalismus und Realismus gelegt wurde. Es gibt keinen Asteroiden der auf die Erde zu fliegt oder ein Modul abreißt keine Alien, welche die Raumstation Kapern. Ich hätte nie gedacht, dass ich als Alienfan das einmal sage, aber „Gut so“. Dieses ich baue die ISS selbst mit meiner Familie und Freunden auf ist einfach toll.
Ich habe wirklich versucht etwas negatives im Spiel zu finden was mich massiv stört oder abhält das zu tun was ich jetzt tun muss. Natürlich ist das absoluter Quatsch wir freuen uns sehr das Mission ISS, Schmidt Spiele und Michael Luu hiermit unser Top Siegel für das Spiel verliehen bekommen. Aus unserer Sicht absolut verdient und keiner Diskussion würdig.
Super Thema, tolle Umsetzung , ein absolut fairer Preis und ein Top Wiederspielwert.
In diesem Sinne hoffen wir ihr greift auch bald nach den Sternen
Eure Spielefamilie

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